Die Langzeit-Heimbeatmung wird als Therapie der chronischen respiratorischen Insuffizienz eingesetzt. Insbesondere zentrale Atemregulationsstörungen, neuromuskuläre Erkrankungen, Thoraxdeformitäten, COPD und das Obesitas Hypoventilationssyndrom können zu einer Überbeanspruchung der Atemmuskulatur mit der Folge einer ventilatorischen Insuffizienz führen. Die Beatmung führt zu einer Entlastung der Atemmuskulatur, Symptomverbesserung und Verbesserung der Lebensqualität.
Eine Heimbeatmung kann sowohl nichtinvasiv über Beatmungsmaske als auch invasiv über ein Tracheostoma erfolgen. Die tägliche Beatmungsdauer richtet sich nach der Grunderkrankung und dem Erkrankungsstadium. Meistens erfolgt sie intermittierend, Beatmung in der Nacht und Spontanatmung am Tag. Mit Fortschreiten der Erkrankung kann eine zunehmende Beatmungsabhängigkeit bis zu einer 24-stündigen Beatmungspflicht entstehen.
VitalAire unterstützt Sie mit umfassenden Versorgungskonzepten und individuellen Lösungen bei der Einstellung und Durchführung einer Heimbeatmung.
::: Sauerstoff-Langzeittherapie
Wer benötigt eine Sauerstoff-Langzeittherapie?
80 % der Patienten, die mit einer Sauerstoff-Langzeittherapie behandelt werden, leiden unter COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease). Darunter versteht man die chronisch obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem. COPD wird vorwiegend durch starken Tabakkonsum hervorgerufen. In Deutschland sind mindestens 13 % der Bevölkerung über 40 Jahre (BOLD Studie, MHH 2007) an COPD erkrankt. Bereits heute müssen wir davon ausgehen, dass COPD schon die dritthäufigste Todesursache weltweit ist.
Was sind die Symptome der Patienten?
Abgeschlagenheit, Raucherhusten, Atemnot bei körperlicher Anstrengung, das Gefühl, „keine Luft zu bekommen“.
Wie wird COPD behandelt?
In den ersten Krankheitsstadien erfolgt die Behandlung durch Medikamente wie Bronchodilatatoren und in der insbesondere bei Exacerbation mit Kortikoiden. In schweren Stadien ist die ambulante Sauerstoff-Langzeittherapie die einzig wirksame Therapie. Hierbei muss permanent Sauerstoff inhaliert werden. Es sind 24 h pro Tag als Therapiedauer anzustreben (s. Leitlinie LTOT). Die Wirksamkeit der Therapie ist durch Studien mit höchster Evidenz belegt (NOTT, MRC).
::: Schlafapnoe-Therapie
Patienten mit schlafbezogener Atemstörung haben im Rahmen einer Schlafapnoe-Therapie die Chance, wieder zu einem erholsamen Schlaf zufinden. Häufig werden zur Behandlung CPAP-Geräte (CPAP = Continuous Positive Airway Pressure) für eine nächtliche nasale Überdrucktherapie eingesetzt.
Unter anderem können von einer schlafmedizinischen Therapie Personen profitieren, die Anzeichen von Tagesmüdigkeit, Einschlafneigungen (Sekundenschlaf), Konzentrationsstörungen sowie Probleme im Sozial- und Sexualverhalten (Impotenz) aufweisen.
Schnarchen und Atempausen im Schlaf sind ernst zu nehmende Anzeichen für eine schlafbezogene Atemstörung – eine schlafmedizinische Diagnostik wäre empfehlenswert. Unbehandelte schlafbezogene Atemstörungen können auch zu Folgeerkrankungen, wie z. B. Herzrhythmusstörungen und Schlaganfällen führen.
Patienten mit schlafbezogener Atemstörung haben im Rahmen einer Schlafapnoe-Therapie die Chance, wieder zu einem erholsamen Schlaf zu finden.
::: Monitoring
Unter dem Begriff Monitoring versteht man alle Maßnahmen, die nötig sind, um vitale Funktionen, Krankheitsverläufe, das Erreichen von Therapiezielen sowie das Auftreten von Nebenwirkungen über einen definierten Zeitraum zu überwachen bzw. zu kontrollieren.
Ziel des Monitorings ist das rechtzeitige Erkennen von Akutsituationen sowie Entwicklungen im Krankheits- und Therapieverlauf.
Im außerklinischen Bereich kommt das Monitoring vor allem bei Plötzlichem Säuglings-/Kindstod (SIDS), Beatmung und der Sauerstoff-Langzeittherapie zum Einsatz.