Was ist OHS?
“OHS” steht für Obesitas-Hypoventilations-Syndrom. Es ist also eine Erkrankung, welche vor allem übergewichtige Menschen betrifft (BMI > 30 kg/m2 ) und sich durch Probleme mit der Atmung kennzeichnet.
Betroffene leiden oft unter einer Hypoventilation, also einer zu oberflächlichen und / oder zu langsamen Atmung. Das führt zu erhöhten Kohlenstoffdioxidwerten im Blut, nicht nur im Schlaf, sondern auch im Wachzustand.
Typische Symptome:
- Atemaussetzer während des Schlafs
- Lautes und unregelmäßiges Schnarchen
- Erschöpfung und übermäßige Tagesmüdigkeit
- Morgendliche Kopfschmerzen
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Erhöhter Blutdruck
Diagnose
Für die Diagnose bei dem Verdacht, dass eine Erkrankung mit dem Obesitas-HypoventilationsSyndrom vorliegt stehen verschiedene Optionen zur Verfügung.
Blutgasanalyse - kurz BGA - bei diesem Verfahren wird Blut, meist am Ohrläppchen, abgenommen und auf die Blutgase getestet. Diese Test werden durch Pneumologen oder in einer Klink durchgeführt. Hieraus lassen sich Informationen zum Sauerstoffund Kohlenstoffdioxidgehalt im Blut ableiten.
Poly(somno)graphie: Bei dieser Untersuchung wird zunächst festgestellt, ob im Schlaf Atemaussetzer bestehen. Diese können auch Hinweise auf das Vorleigen von OHS liefern. Eine Polygraphie kann zu Hause durchgeführt werden. Für die Polysomnographie, welche mehr Details liefert, ist ein Aufenthalt im Schlaflabor nötig.
Therapieoptionen bei OHS
Nicht-invasive Beatmung (NIV)
Eine Atemmaske unterstützt nachts die Atmung. Sie hilft mehr Sauerstoff aufzunehmen und Kohlenstoffdioxid abzuatmen. Das verbessert den Schlaf, die Energie und die Belastbarkeit nachhaltig. Mehr Informationen finden Sie hier.
CPAP-Therapie
Bei leichterem OHS oder wenn gleichzeitig eine Schlafapnoe besteht, kann auch eine CPAP-Therapie helfen. Sie hält die Atemwege offen - einfach, zuverlässig und wirksam. Mehr Informationen finden Sie hier.
Gewichtsreduktion
Abnehmen entlastet auch die Atmung und kann helfen , das OHS langfristig zu bessern oder sogar zurückbilden. Oft mit Unterstützung durch Ernährungsberatung oder Bewegungstherapie.
Risikofaktoren
- erhöhte Mortalität, reduzierte Lebensqualität, Belastung für Gesundheitssystem
- Höherer BMI
- Weibliches Geschlecht (OHS tritt häufiger bei Frauen mit Adipositas auf als OSA allein)
- Alter: Risiko steigt ab 45. Lebensjahr
- Körperliche Inaktivität
- Vorbestehende schlafbezogene Atmungsstörung
- Bestehende kardiometabolische Komorbiditäten (z. B. Hypertonie, Insulinresistenz)

Was sind wesentliche Unterschiede zwischen OSAS und OHS Symptomen?
Schlafapnoe (OSA)
Leichte Müdigkeit
Normale Blutgase
Atemaussetzer nur während des Schlafs
OHS
Schwere Erschöpfung
Erhöhter Kohlendioxidspiegel
Chronische Atemprobleme
Beide Erkrankungen teilen einige typische Symptome:
- Schnarchen tritt besonders häufig bei Schlafapnoe auf.
- Bei Schlafapnoe kommt es zu Atempausen aufgrund von blockierten Atemwegen. Auch bei OHS können Atemaussetzer auftreten, oft in Kombination mit flacher Atmung.
- Beide Erkrankungen führen zu Schlafunterbrechungen und schlechter Schlafqualität, was starke Müdigkeit am Tag verursacht.
- Durch den Sauerstoffmangel und die Kohlendioxidansammlung während des Schlafs treten häufig Kopfschmerzen beim Aufwachen auf.
- Zusätzlich kann es durch den Sauerstoffmangel auch zu einer geistigen Verlangsamung in Verbindung mit Konzentrationsschwierigkeiten kommen.
- Durch die schlechte Sauerstoffversorgung kann der Blutdruck ansteigen.
Atembeschwerden bei Übergewicht? Das könnte OHS sein.
Das Obesitas-Hypoventilations-Syndrom (OHS) ist eine ernstzunehmende Atemstörung, die bei starkem Übergewicht auftritt. Viele Betroffene wissen nichts von ihrer Erkrankung, da die Symptome oft unspezifisch sind.
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