Was versteht man unter einer Schlafapnoe?

Etwa 2 bis 3% der erwachsenen Bevölkerung leidet am so genannten Schlafapnoe-Syndrom. Mit steigendem Alter nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, eine Schlafapnoe zu bekommen, wobei vor allem Männer betroffen sind. Schlafapnoe bedeutet übersetzt „Atemstillstand im Schlaf“. Bei einer Schlafapnoe sind die Atemwege der Betroffenen so verengt, dass die Atmung nicht nur deutlich erschwert ist, sondern sogar vollständig aussetzt. Das Schnarchen kann in manchen Fällen eine Lautstärke von bis zu 90 Dezibel erreichen, was in etwa der Lautstärke eines Presslufthammers entspricht. Die typischen Geräusche des Schnarchens, bei denen sich Atempausen mit heftigem Luftschnappen abwechseln, geben das Aus- und Einsetzen der Atmung akustisch wider. Bei der Schlafapnoe unterscheidet man zwischen einer obstruktiven und einer zentralen Apnoe.

Beschwerden und Symptome

Obstruktive Schlafapnoe
Die obstruktive Schlafapnoe kommt durch einen Verschluss der Atemwege zu Stande, wobei der Luftfluss an Mund und Nase mindestens 5 mal innerhalb einer Stunde für mehr als zehn Sekunden im Schlaf vollständig aussetzt. Bei einer obstruktiven Schlafapnoe schnarcht der Betroffene laut, unregelmäßig und mit deutlichen Atempausen. Die auf Grund der Atempausen auftretenden Weckreaktionen stören den Schlaf der Betroffenen stark. Sie sind in der Folge tagsüber müde, haben Konzentrationsstörungen und sind oft zerstreut oder vergesslich. Häufig treten auch Angstzustände und Depressionen auf. Bei Männern führen die nächtlichen Atemstillstände oft auch zu Potenzproblemen. Die Einteilung, ob eine leichte, mittelschwere oder schwere Schlafstörung vorliegt, hängt davon ab, wie groß die Schläfrigkeit tagsüber ist und wie leicht der Betroffene tagsüber einschläft. Der Arzt kann den Schweregrad ermitteln.

Zentrale Schlafapnoe
Die zentrale Schlafapnoe kommt durch das Aussetzen der Atembewegungen auf Grund erschlaffter Atemmuskulatur im Brustbereich zu Stande, wobei der Luftfluss an Mund und Nase mindestens fünf mal innerhalb einer Stunde für mehr als zehn Sekunden im Schlaf vollständig aussetzt. Die Folgeerscheinungen sind die gleichen wie bei obstruktiver Schlafapnoe. In vielen Fällen treten Mischformen aus obstruktiver und zentraler Apnoe auf (so genannte "gemischte Apnoe").

Häufigste Fragen

Eine Schlafapnoe sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden und in jedem Fall sollte bei Symptomen ein Arzt aufgesucht werden.

Die Häufigkeit der Anwendung kann je nach Befund variieren. Wir können diese Frage nicht beantworten sondern empfehlen, der vom Arzt verordneten Therapie-Anwendung zu folgen.

Die Hersteller moderner Schlafapnoe-Therapie-Geräte achten sehr genau darauf, ihre Geräte so zu entwickeln, dass möglichst wenig störende Geräusche erzeugt werden. Je nach Setting variiert der Geräuschpegel, jedoch sind die Geräte im Allgemeinen als nicht sehr laut zu bewerten.

Die VitalAire steht Ihnen von Beginn an mit Rat und Tat zur Seite. Bei allen Fragen rund um Ihre Therapie können Sie sich vertrauensvoll an uns wenden.

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Schlafapnoe – schlafen und doch nicht zur Ruhe kommen

Atmungsaussetzer oder Störungen der Atmungsregulation während des Nachtschlafes führen über körpereigene Weckreaktionen (den „Arousals“) zu Tagesmüdigkeit mit Einschlafneigung, Kopfschmerzen, verminderter Leistungsfähigkeit, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Antriebsmangel, Störungen im Sozialverhalten oder Sexualstörungen sowie erhöhtem Unfallrisiko (Sekundenschlaf).

Positiver Atemwegsdruck (PAP)

Zur Therapie der schlafbezogenen Atmungsstörungen stehen verschiedene Geräte mit positivem Atemwegsdruck zur Verfügung (PAP = Positive Airway Pressure). Die nasale kontinuierliche Überdrucktherapie mit nCPAP ist in den meisten Fällen eines obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms durch pneumatische Schienung der oberen Atemwege wirksam.

Neben der Verwendung alternativer Interfaces, wie z. B. Mund-/Nasenmasken, können heute Geräte mit Modifikationen und Weiterentwicklungen des Continuous Positive Airways Pressure eingesetzt werden.

Therapieziele

Die Wiederherstellung eines erholsamen Nachtschlafs hat erste Priorität. Hierdurch verbessert sich sehr rasch die Tagessymptomatik. Ebenso bedeutsam ist die Prävention insbesondere kardiovaskulärer Folgeerkrankungen. Die hierzu notwendige Therapietreue wird durch gute Diagnostik und individuell adäquate Therapieanpassung auf den Weg gebracht und durch professionelle Versorgung mit Hilfsmitteln und Verbrauchsmaterial begleitet.

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